Vorschlag: Lithium als Nahrungsergänzungsmittel zulassen: Unterschied zwischen den Versionen
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Niedrig dosierte Lithiumzufuhr kann die Gesundheit des Gehirns erhalten und vor neurodegenerativen Prozessen schützen. Durch unsere Umwelt- und Lebenstilfaktoren kommt es häufig zu einem Mangel. Zudem erfüllt Lithium nachweislich alle wissenschaftlichen Kriterien eines essentiellen Spurenenlements, auch wenn es bisher nicht als essentiell gilt.<ref>https://www.openpetition.de/petition/online/lithium-anerkennung-der-essentialitaet-und-zulassung-als-nahrungsergaenzungsmittel</ref>. Zudem ist Lithium als Spurenelement weitaus schwieriger überdosierbar, als dies bei anderen essentiellen Spurenelementen, wie z.B.: Selen oder Zink der Fall ist.<ref>https://www.openpetition.de/petition/online/lithium-anerkennung-der-essentialitaet-und-zulassung-als-nahrungsergaenzungsmittel</ref> | |||
'''Daher sollte Lithium als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen werden.''' | |||
=== Lithium als Spurenelement === | |||
Lithium kommt als Mikronährstoff in Lebensmitteln und im Trinkwasser vor. Umwelt- und Lebensstilfaktoren können zu einem Mangel führen.<ref name="afgm">AFGM: ''Lithium – ein essenzieller Mikronährstoff''. 2025. [https://afgm.at/lithium-ein-essenzieller-mikronaehrstoff/ Online].</ref> Lithium erhöht den Spiegel des Wachstumsfaktors BDNF und fördert die Neubildung von Nervenzellen, etwa im Hippocampus. | |||
=== Epidemiologische Hinweise === | |||
Mehrere größere Untersuchungen berichten über niedrigere Demenz- und Sterberaten in Regionen mit höherem Lithiumgehalt im Trinkwasser.<ref name="afgm" /><ref name="kessing">Kessing, L. V. et al.: ''Association of Lithium in Drinking Water With the Incidence of Dementia''. In: ''JAMA Psychiatry'' 74, 2017, S. 1005–1010.</ref><ref name="zarse">Zarse, K. et al.: ''Low-dose lithium uptake promotes longevity in humans and metazoans''. In: ''European Journal of Nutrition'' 50, 2011, S. 387–389.</ref> | |||
=== Lithiummangel und Alzheimer === | |||
Eine Arbeitsgruppe der Harvard-Universität kam in ''Nature'' zu dem Schluss, dass Lithium für den Erhalt der kognitiven Funktion wesentlich ist.<ref name="aron">Aron, L. et al.: ''Lithium deficiency and the onset of Alzheimer's disease''. In: ''Nature'' 645, 2025, S. 712–721.</ref><ref name="bush">Bush, A. I.: ''Does lithium deficiency contribute to Alzheimer's disease?'' In: ''Nature'' 645, 2025, S. 593–594.</ref><ref name="peeples">Peeples, L.: ''New hope for Alzheimer's: lithium supplement reverses memory loss in mice''. In: ''Nature'', 2025. </ref> | |||
* Von allen untersuchten Metallen war nur Lithium im Gehirn von Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) signifikant vermindert. | |||
* Im Mausmodell führte ein ernährungsbedingter Entzug von 50 % des Lithiums zu mehr Amyloid-β- und Phospho-Tau-Ablagerungen, zu Mikroglia-Aktivierung, zum Verlust von Synapsen, Axonen und Myelin sowie zu einem beschleunigten kognitiven Abbau. | |||
=== Lithiumzugabe === | |||
Bei Mäusen stellte niedrig dosiertes Lithiumorotat die Amyloid-Beseitigung durch die Mikroglia wieder her. Lithium sei möglicherweise das einzige Molekül, das Alzheimer im Frühstadium vollständig stabilisieren kann.<ref name="nehls-qs24">Nehls, M.: ''Die Lithium-(R)Evolution – Plädoyer für ein lebenswichtiges Spurenelement''. In: ''QS24 – Der Gesundheitskompass'' Nr. 1, Mai 2025. [https://hazu.swiss/qs24/der-gesundheitskompass/ausgabe-nr-1---mai-2025---auflage-120000/5U6YMW6FuGKznSBd5J1r?showComment=dW0F1wl7XeZaenkAVlRZ Online].</ref> | |||
== Referenzen == | |||
<references /><!---Niedrig dosiertes Lithium schützt das Gehirn vor Neurodegeneration, erfüllt die Kriterien eines essentiellen Spurenelements und ist schwer überdosierbar. Daher sollte es als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen werden.---> | |||
Aktuelle Version vom 2. November 2026, 06:27 Uhr
Niedrig dosierte Lithiumzufuhr kann die Gesundheit des Gehirns erhalten und vor neurodegenerativen Prozessen schützen. Durch unsere Umwelt- und Lebenstilfaktoren kommt es häufig zu einem Mangel. Zudem erfüllt Lithium nachweislich alle wissenschaftlichen Kriterien eines essentiellen Spurenenlements, auch wenn es bisher nicht als essentiell gilt.[1]. Zudem ist Lithium als Spurenelement weitaus schwieriger überdosierbar, als dies bei anderen essentiellen Spurenelementen, wie z.B.: Selen oder Zink der Fall ist.[2]
Daher sollte Lithium als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen werden.
Lithium als Spurenelement
Lithium kommt als Mikronährstoff in Lebensmitteln und im Trinkwasser vor. Umwelt- und Lebensstilfaktoren können zu einem Mangel führen.[3] Lithium erhöht den Spiegel des Wachstumsfaktors BDNF und fördert die Neubildung von Nervenzellen, etwa im Hippocampus.
Epidemiologische Hinweise
Mehrere größere Untersuchungen berichten über niedrigere Demenz- und Sterberaten in Regionen mit höherem Lithiumgehalt im Trinkwasser.[3][4][5]
Lithiummangel und Alzheimer
Eine Arbeitsgruppe der Harvard-Universität kam in Nature zu dem Schluss, dass Lithium für den Erhalt der kognitiven Funktion wesentlich ist.[6][7][8]
- Von allen untersuchten Metallen war nur Lithium im Gehirn von Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) signifikant vermindert.
- Im Mausmodell führte ein ernährungsbedingter Entzug von 50 % des Lithiums zu mehr Amyloid-β- und Phospho-Tau-Ablagerungen, zu Mikroglia-Aktivierung, zum Verlust von Synapsen, Axonen und Myelin sowie zu einem beschleunigten kognitiven Abbau.
Lithiumzugabe
Bei Mäusen stellte niedrig dosiertes Lithiumorotat die Amyloid-Beseitigung durch die Mikroglia wieder her. Lithium sei möglicherweise das einzige Molekül, das Alzheimer im Frühstadium vollständig stabilisieren kann.[9]
Referenzen
- ↑ https://www.openpetition.de/petition/online/lithium-anerkennung-der-essentialitaet-und-zulassung-als-nahrungsergaenzungsmittel
- ↑ https://www.openpetition.de/petition/online/lithium-anerkennung-der-essentialitaet-und-zulassung-als-nahrungsergaenzungsmittel
- ↑ 3.0 3.1 AFGM: Lithium – ein essenzieller Mikronährstoff. 2025. Online.
- ↑ Kessing, L. V. et al.: Association of Lithium in Drinking Water With the Incidence of Dementia. In: JAMA Psychiatry 74, 2017, S. 1005–1010.
- ↑ Zarse, K. et al.: Low-dose lithium uptake promotes longevity in humans and metazoans. In: European Journal of Nutrition 50, 2011, S. 387–389.
- ↑ Aron, L. et al.: Lithium deficiency and the onset of Alzheimer's disease. In: Nature 645, 2025, S. 712–721.
- ↑ Bush, A. I.: Does lithium deficiency contribute to Alzheimer's disease? In: Nature 645, 2025, S. 593–594.
- ↑ Peeples, L.: New hope for Alzheimer's: lithium supplement reverses memory loss in mice. In: Nature, 2025.
- ↑ Nehls, M.: Die Lithium-(R)Evolution – Plädoyer für ein lebenswichtiges Spurenelement. In: QS24 – Der Gesundheitskompass Nr. 1, Mai 2025. Online.